Neues Jahr - Neue Regeln nicht nur im Immobilienbereich - JHO-Immobilien Ihr Immobilienmakler in Berlin, Brandenburg und im Ausland

Direkt zum Seiteninhalt
Sonstiges
Quelle mit Linkverweis siehe unten: http://www.immobilienscout24.de/baufinanzierung/ratgeber/finanzplanung/immobilienrecht/aenderungen-immobilienkaeufer-2016.html

Höherer energetischer Mindeststandard
Ab 1. Januar 2016 treten verschärfte Regelungen der  Energieeinsparverordnung (EnEV) für den Neubau in Kraft. Sie sind Teil  der seit Mai 2014 geltenden EnEV, werden aber erst 2016 in einem zweiten  Schritt umgesetzt:
         
        
Durch die Verschärfung des EnEV-Standards gelten viele Häuser ab 2016 nicht mehr als energieeffizient.
  • Der maximal zulässige Primärenergiebedarf (Heizenergie plus  Energieaufwand für Gewinnung und Transport der Energieträger) der  Immobilie liegt nun um 25 Prozent unter der bisher geltenden Grenze.
  • Die Wärmeverluste der Gebäudehülle müssen um 20 Prozent geringer ausfallen als bisher.
Im Klartext bedeutet das: Neue Häuser müssen noch besser gedämmt und  noch effizienter beheizt werden als bisher. Das ist in der Regel auch  mit höheren Kosten verbunden. Die Neuregelung betrifft alle Häuser, für  die ab dem 1. Januar 2016 ein Bauantrag gestellt wird. Wer noch bis Ende  2015 Bauantrag oder -anzeige einreicht und erst im neuen Jahr anfängt  zu bauen, kann auch im neuen Jahr noch nach den alten EnEV-Regeln bauen.  Immobilienkäufer sollten bei Neubauangeboten deshalb genau prüfen,  welchen Standard sie für welchen Preis bekommen.

Neue Richtlinien für Immobilienkredite
Die Bundesregierung hat einmal mehr „Hausaufgaben“  von der Europäischen Union bekommen: Bis zum Frühjahr 2016 muss sie eine  EU-Richtlinie zu Wohnimmobilienkrediten umsetzen, die den  Verbraucherschutz bei Immobiliendarlehen verbessern soll.  Verbraucherschützer bezweifeln allerdings, dass der vorliegende  Gesetzentwurf diesem Anspruch in allen Punkten gerecht wird. Vorgesehen  ist, dass die Banken die Kreditwürdigkeit der Kunden in Zukunft strenger  prüfen. Außerdem sollen die Informationspflichten gegenüber ihren  Kunden verschärft werden. In der Vergangenheit waren vielen Banken  Fehler bei der Belehrung ihrer Kunden unterlaufen. In solchen Fällen  konnten Verbraucher ihr Hypothekendarlehen zeitlich uneingeschränkt  widerrufen. Damit soll – quasi im Gegenzug zur stärkeren Verpflichtung  der Banken – nun Schluss sein. Wenn der Gesetzentwurf in der jetzigen  Form verabschiedet würde, hätten Sie als Immobilienkreditnehmer nur noch  für einen Zeitraum von einem Jahr und 14 Tagen ein Widerrufsrecht.
Neue Regeln zur Energieeffiziez: Änderung der Förderstandards
Die Verschärfung des EnEV-Standards zieht auch  Änderungen bei der Förderung durch die staatliche KfW-Bank nach sich.  Diese unterstützt den Bau von besonders energieeffizienten Häusern, die  besser sind als der gesetzliche Standard, mit zinsgünstigen Darlehen.  Allerdings fällt ab 1. April 2016 das sogenannte KfW-Effizienzhaus 70  aus der Förderung heraus, weil es nach der neuen Regelung nur noch die  gesetzlichen Mindestforderungen erfüllt. Im Gegenzug wird dafür aber das  KfW-Effizienzhaus 40 Plus als neuer Förderstandard eingeführt, mit  einem Tilgungszuschuss von 15 Prozent auf die förderfähige  Darlehenssumme. Immobilienkäufer, die von den KfW-Darlehen profitieren  wollen, sollten sich rechtzeitig informieren, ob das Haus ihrer Wahl  förderfähig ist oder nicht.

Bauvertragsrecht: Mehr Schutz für Bauherren und Käufer
Das Bauvertragsrecht soll ebenfalls reformiert  werden. Auch hierfür liegt ein Gesetzesentwurf vor. Zu den wichtigsten  Punkten der geplanten Änderungen gehören:
  • ein Widerrufsrecht für Bauverträge
  • eine gesetzliche Baubeschreibungspflicht
  • Regelungen zur Bauzeit (beispielsweise Angabe des  Fertigstellungstermins in der Baubeschreibung), Abschlagszahlungen und  Sicherheitsleistungen
Wann der Entwurf verabschiedet werden kann und ob  das Gesetz schon 2016 in Kraft treten wird, war allerdings Anfang  Dezember 2015 noch nicht abzusehen.
Mögliche Erhöhung der Grunderwerbssteuer in Thüringen
Ein Posten, den Hauskäufer in ihrer Finanzplanung  oft unterschätzen, ist die Grunderwerbssteuer als Teil der  Kaufnebenkosten. Hier haben die Bundesländer in den vergangenen Jahren  mit mehrfachen Erhöhungen der Steuersätze bei Bauherren und Käufern  kräftig zugelangt. Einige Länder sind inzwischen bei Werten von 6,5  Prozent des Kaufpreises angekommen. Nach den im Dezember 2015  vorliegenden Informationen müssen 2016 vermutlich jedoch nur Hauskäufer  in Thüringen mit einer weiteren Erhöhung rechnen. Hier soll der  Grunderwerbssteuersatz von 5,0 auf 6,5 Prozent steigen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den neuen Bestimmungen

Copyright 2009 -2018 JHO-Immobilien Jessica Hofmann
Zurück zum Seiteninhalt